Sicherlich
gibt es viele Erklärungen und technische Abhandlungen, was alles
3G sein soll. Um es vielleicht etwas einfacher auszudrücken:
3G steht für das Zusammenwachsen von Internetdiensten (wie
Email, Researche von Themen über Suchmaschinen oder einfach
nur Surfen oder Einkaufen in WEB-Shops) und multimedialen Medien auf
dem Handy oder etwas allgemeiner
gesprochen, mit mobilen Empfangsgeräten wie Notebook,
Handheld usw.
Allen gemeinsam ist, dass Daten
nicht mehr per Kabel, sondern über Funk ausgetauscht werden. Daher
spricht man von Mobilfunk, mobilen Breitband oder allgemein vom mobilen
Internet.
Es gibt schon jetzt ein breites
Angebot multimedialer Inhalte, die mehr oder weniger im
Lebensmittelpunkt eines jeden Nutzers stehen.
Sie
können:
- Musik bei
Onlinedienstern hören und kaufen,
- Fernsehen auf
Handy oder Laptop schauen,
- Sportliche Ereignisse live
mitverfolgen,
- mit neuesten Nachrichten versorgt
werden oder
- einfach nur Spiele mit anderen Online-Gamern
spielen,
- chatten mit Freunden oder Fremden,
- ja
sich sogar verlieben
Und das ist noch
lange nicht alles, da der benötigte Datenstorm im jeweiligen Netz;
allgemein als Bandbreite bezeichnet, immer schneller wird. Die
Übertragungsgeschwindigkeiten sind abhängig von technischen
Entwicklungen innerhalb der Mobilfunknetze und deren Komprimierungsgrade.
Hier
gibt es:
UMTS
UMTS steht für
„Universal Mobile Telecommunications System“ und ist der weltweite
Standard für das Mobilfunksystem der dritten Generation (3G). Daten
können schneller übertragen werden, als zuvor, wie beispw. im GSM-Netz.
Hierdurch wurde es erstmals möglicht, dass verschiedenste Multimediale
Dienste praktisch an jedem Ort der Welt - in einer für die User akzeptablen
Geschwindigkeit - nutzbar sind. Natürlich können Sie auch wie bisher
telefonierren, aber jetzt auch deutlich schneller Daten übertragen.
Telefonieren
konnten Sie vorher auch schon, mit UMTS können Sie nicht schneller
sprechen, aber Ihre Mail sofort lesen, wenn Sie diese von Ihrem
Provider abrufen und selbstveständlich sofort beantworten, Fernsehen
schauen oder Artikel im WEB-Shop kaufen. Es sind Übertragungsraten mit
UMTS von max. 283 Kilobit pro Sekunde möglich. Dies soll in etwa so
schnell sein, wei eine sechsfache ISDN-Geschwindigkeit.
Natürlich
ist auch UMTS noch nicht so schnell, wie Ihr Internetzugang zu Hause.
Aber es wurde daran gearbeitet. Die neueste Entwicklung in Sachen
Highspeed-Datenübertagung lautet:
HSDPA
Diese
neue Entwicklung nennt sich HSDPA (High Speed Downlink
Packet Access), mit der die
Mobilnetzbetreiber Geschwindigkeiten von bis zu 7,6 Mbit pro
Sekunde Ihren Kunden ermöglichen wollen. Kunden, die einen Tarif mit HSDPA
abgeschlossen haben, surfen mit 3,6 Mbit die Sekunde, oft auch schon -
was aber orts- und verbindungsabhängig ist, mit 7,6 Mbit pro Sekunde.
Das ist gegen UMTS natürlich eine wesentliche Verbesserung der
Verbindungsgeschwindigkeit. Die Anwender können Daten wie gesagt,
deutlich schneller aus dem Internet herunterladen (Downlink) aber auch,
und dies ist sicherlich für alle Nutzer ein Vorteil, auch wesentlich
schneller wieder versenden (Upload). Mail können nicht nur geschrieben
und sofort versandt werden, wie bei UMTS, sondern jetzt auch mit
beliebigen Anhängen (z. B. Bildern) bestückt werden. Bei HSDPA wurde
die Uploadgeschwindigkeit von 64 Kilobit die Sekunde auf bis zu 2 Mbit pro Sekunde erhöht.
Der
guten Ordnung halber möchte ich an dieser Stelle hinzufügen, dass es
noch ein weiteres Funknetz gibt, mit dem man mobile Internetdienste
empfangen kann. Dies wird mit WLAN bezeichnet. WLAN bietet neben
UMTS und HSDPA eine weitere Möglichkeit der kabellosen Übertragung von
Daten bzw. Internetdiensten. Das Verfahren ist jedoch etwas anders.
Habe ich einen Netzanbieter im Mobilfunkbereich, kann ich nur über
diesem meine gewünschten Multimediadienste erreichen.
Im Falle
von WLAN muss ich Zugangspunkte, die als "HOT SPOTS" bezeichnet werden
aufsuchen. Hier gibt es bereits mehrere Anbieter, die innerhalb eines
Gebietes mir den Internetzugang ermöglichen. Selbstverständlich muss
ich auch bei diesen angemeldet sein, bzw. über den Zugang informiert
werden. Beispw. im Hotel, auf einer Messe oder am Flughaben stehen
Hinweisschilder, wie ich einen Zugang zum Internet per "HOT SPOT"
erhalte. Auch ist die hierüber angebotene Geschwindigkeit von bis zu 11
MBit die Sekunde deutlich höher, als über die vorgenannten
Datendienste. Ein weiter Vorteil kann in den Kosten liegen; bedarf aber
stets des Vergleiches je Nutzerverhalten. Der Zugang zu einem "HOT
SPOT" stellt auch gleichzeitig den größten Nachteil dar, denn ich darf
mich nicht ausserhalb der Reichweite, etwa 100 Meter, nicht aufhalten.
Im Hotel oder zu Hause sicherlich nicht so das Problem, jedoch im einem
Zug undenkbar.